Tages- und Festgeldzinsen stabil?

In den letzten Tagen gab es keine weiteren Zinssenkungen bei den großen Direktbanken. Viele Geldinstitute sind dazu übergegangen, hohe Zinssätze, von teilweise bis zu 6 Prozent in Verbindung mit Depot-Konten anzubieten. Die Zinssätze für Tagesgeldkonten liegen bei der Bank of Scottland bei derzeit 4,5% - ein immer noch solider Wert für alle, die kein Trading- oder Depot-Konto nutzen möchten.

Gewinner und Verlierer

Gewinner gab es natürlich keine. Die Finanzkrise bzw. die drastische Senkung des EZB-Leitzins hat sich auf alle Direktbanken und deren Zinssätze negativ ausgewirkt. Am stärksten betroffen war die ING DiBa mit dem Tagesgeldprodukt sowie die netbank und die wüstenrotdirect. Auch die comdirect musste den Zinssatz von 5% auf 3,5% vermindern.

Nachdem es keine richtigen Gewinner gab, sollte es eigentlich nur Verlierer geben. Aber dem ist auch nicht so. Die DAB Bank beispielsweise, die den Tagesgeldzinssatz auf 2% gesenkt hat, forciert seit der Senkung das Depot-Konto, welches schon immer Bestandteil des Tagesgeldkonto war und bei dem zu Spitzenzeiten Zinssätze von 8% möglich waren. Mit den jetzigen 6% ist man im Vergleich immer noch vor allen Tagesgeldkonto-Zinsen.

Man kann nur hoffen, dass sich der Finanzmarkt in den nächsten Wochen und Monaten weiter beruhigt und vielleicht auch wieder Steigerungen beim EZB-Leitzinssatz möglich werden. Dann sollte auch das Tagesgeldgeschäft wieder mehr Anreiz in der breiten Bevölkerung finden. Denn viele nutzen nach wie vor ein Sparbuch oder ähnliches zur Geldanlage und lassen sich so eine im Grunde sehr gering aufwändige und dabei trotzdem hohe Verzinsung der Ersparnisse entgehen.

(12.02.2009)

 

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